Fotoshootings – auf ein Wort…

Nimm Dir einen Kaffee, mache es Dir bequem, denn wir müssen reden. Nein, so schlimm ist es nicht. 🙂 Jetzt kommen nur so einige Infos bzgl. immer wiederkehrende Fragen aber auch Missverständnisse im Vorfeld eines Shootings…

Alles fängt mit einer Anfrage an. Diese bekomme ich meistens über Instagram, aber mittlerweile auch über andere Social-Media-Kanäle, wo ich unterwegs bin. Und ich freue mich über jede Anfrage. Nicht, weil ich damit Geld verdiene (das ist sehr selten, doch dazu später mehr), sondern weil es für mich bedeutet, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Das beudeutet mir sehr viel!

Wie so ein einzelnes Shooting abläuft, beschreibe ich ja hier in meinem Blog. Jedes Shooting ist anders, jedes Model ist anders, und auch die Wünsche, was wo geshootet werden soll. Und damit fängt alles an…

(Übrigens: Mittlerweile bekomme ich auch Anfragen von männlichen Models, was ich toll finde! Um aber nicht ständig im Text gendern zu müssen, sind die Models bei mir hier weiblich genannt, meine aber beiderlei Geschlecht). 🙂

Planung

Manchmal merke ich, dass das Model von falschen Voraussetzungen ausgeht. Da gibt es Anfragen wie: „Mach mal tolle Fotos von mir! Bin für alles offen.“ Nun ja, das ist ja schön zu wissen, aber ich brauche schon mehr Hinweise. Was ich toll finde, muss ja dem Model nicht gefallen. Möchte sie ein romantisches Shooting auf der Blumenwiese oder ein „dreckiges“ in einem Lostplace? Ist schon ein kleiner Unterschied…

Dann werde ich manchmal gefragt, ob ich denn ein Studio habe. Die Frage ist legetim. Tatsächlich, und das ist wichtig zu wissen, ich bin kein beruflicher Fotograf; ich mache das ausschließlich als Hobby. Ich habe also kein Studio, auch sonst habe ich keine Verbindungen zu anderen Locations. Wenn gewünscht, muss es eben gemietet werden.

Meistens schlage ich beim ersten Mal ein Homeshooting vor. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen fühlt sich das Model in den eigenen vier Wänden wohler, ihre Klamotten befinden sich in Griffweite… auch die Kaffeemaschine. 🙂

Aber nicht immer ist ein Shooting dort möglich, dann gibt es als Alternative ein Airbnb oder Hotelzimmer. Die Kosten dafür teile ich mir mit dem Model, allerdings nur mit denen, mit denen ich schon geshootet habe, also persönlich kenne. Sollten wir das erste Mal zusammen shooten, und Du möchtest unbedingt in einem Hotelzimmer/AirBnB shooten wollen, dann bitte ich Dich, die Kosten zu übernehmen.

Viele Ideen entstehen während des Shootings, man kann nicht alles planen. Aber die grobe Richtung sollte im Vorfeld geklärt werden (Dessous, Akt, Pornart etc.), damit man nicht mit falschen Vorstellungen zum Shooting geht. Wenn wir uns da einig sind, dann werden wir gemeinsam (!) die weiteren Schritte unternehmen. Wo wollen wir shooten? Wer kann was besorgen etc.? Wichtig ist, dass wir das gemeinsam tun. Wie schon gesagt, ich mache das nur in meiner Freizeit, als Hobby, wie das Model wohl auch.

Ich hoffe, dass ich damit jetzt nicht alle verschreckt habe. Ich möchte nur meine Sicht der Dinge darlegen. Es kam schon mal vor, dass ich alles geplant und gemacht habe (ein Tag Urlaub genommen, weil in der Woche, Airbnb gebucht und bezahlt, und dann am Morgen des Shootings die Nachricht vom Model, dass es wohl doch nicht so passen würde). Nicht sehr schön.

Kurz zusammengefasst: Wenn wir das erste Mal zusammen shooten, dann bitte bei Dir Zuhause oder in einer Umgebung, die Du organisierst. Bei einem AirBnB oder Hotelzimmer teile ich mir Kosten nur mit Models, mit denen ich schon zusammengearbeitet habe.

So, und wenn wir schon dabei sind, nun das Thema Kosten.

Kosten

Grundsätzlich nehme ich für das Fotografieren nichts, schließlich bezahle ich das Model ja auch nicht (Außnahme bildet hier Anfragen von bekannten Dating- oder Bezahlplattformen. Näheres weiter unten). Die Kosten für ein Studio/Airbnb/Hotelzimmer werden bei „Bestandsmodels“geteilt. Und da ich fast immer im Umkreis von 50 Kilometern meine Shootings habe, berechne ich auch keine Fahrtkosten. Zudem ist mein kleines eAuto sehr sparsam. Sollte ich weiter fahren müssen, wäre eine kleine Entschädigung schon ganz lieb.

War es das? Nein, nicht ganz. Stichwort: JoyClub/OnlyFans etc. Model und Fotograf möchten natürlich was von den Fotos haben. Klar. Grundsätzlich gehören dem Model die Fotos. Ich poste kein einziges, ohne es mit dem Model vorher abgesprochen zu haben. Warum? Nun, es gibt Bilder, die gehen keinem was an. Das möchten die Models für sich privat haben. Das respektiere ich! Wenn aber von vornherein klar ist, dass (fast) alle Fotos nicht für die Veröffentlichung bestimmt sind, sei es, weil sie eben zu privat sind oder das Model diese Bilder zum Verkauf anbieten will (gibt ja verschiedene Plattformen dafür), dann habe ich ja ehrlich gesagt nichts davon. Nur Kosten und Arbeitszeit. Dann hätte ich schon gerne eine kleine „Entschädigung“. Wie hoch diese ist, bestimmt das Model. Das heißt, ich bringe zum Shooting eine kleine Spardose mit. Da kann das Model so viel reinmachen, wie es meint, dass ihr das Shooting wert war. Ist mir völlig egal, wie viel das ist!!!

Aber das ist eher selten der Fall. Unterm Strich habe ich meine Kosten, ja. Aber welches Hobby kostet nichts? Manchmal bekomme ich über meinen PayPal-Link die eine oder andere kleine Spende für einen Kaffee. Wenn das unterwegs zu einem Shooting passiert (ich lasse meine Follower in den Stories bei Instagram quasi „live“ dabei sein), dann bekomme ich hin und wieder sogar ein kleines Frühstück spendiert 🙂

Zudem habe ich auch feste Sponsoren, die mir durch ihre regelmäßigen Spenden sehr helfen! Ich kann es nicht deutlich genug sagen, wie dankbar ich dafür bin. Es ist keinesfalls selbstverständlich.

Fazit

Also, wenn wir beide zum ersten Mal miteinander shooten wollen, wäre es schön, wenn Du Ideen aber auch die Location mitbringst. Da ziehe ich Homeshootings vor. Wenn nicht bei Dir, dann vielleicht die Wohnung einer Freundin/eines Freundes. Und wenn es unbedingt ein Hotelzimmer oder AirBnB sein muss, dann bitte ich Dich, die Kosten zu übernehmen. Wenn sich darüberhinaus weitere Shootings ergeben sollten, beteilige ich mich natürlich an den Kosten. Und wenn es dann um die Umsetzung geht, dann lass es uns gemeinsam planen und durchziehen. Kommunikation ist alles. Denn letztendlich ist es unser beider Hobby, das wir lieben, und wir beiden wollen, dass wir Spaß haben, und am Ende ein tolles Ergebnis hinbekommen.


Wenn Du mir helfen möchtest, dass ich unterwegs nicht an Koffeinmangel leide, ist mir jeder Euro sehr willkommen. Ich sehe das auch als kleine Honorierung meiner „Arbeit“. Einfach auf die Kaffeetasse klicken.

Vielen Dank!

Jahresrückblick 2024 – Teil 2 –

Und weiter geht’s mit meinem Jahresrückblick 2024. Wer den 1. Teil verpasst hat oder ihn nochmal lesen möchte, kann es hier tun: Jahresrückblick Teil 1

Wir sind im Sommer angekommen. Sie Sonne brennt unbarmherzig und die Hitze fordert bei mir langsam seinen Tribut. Trotzdem geht es weiter…

JUNI

Model: Sternchen & Mrs.Wonder

Wir tafen uns in einem kleinen Hotel in der Nähe von Aachen. Das Zimmer hatte alles, was man für ein gutes Shooting benötigte: ein großes Bett, viele Fenster und eine freistehende Wanne. Es war ein tolles Shooting, auch wenn mich die Hitze sehr zusetzte.


JULI

Model: Sabrina

Diesen Monat verschlug es mich nach Brotdorf. Noch nie gehört? Ich bis dahin auch nicht. Auf dem Weg dorthin verriet mir ein Schild, dass ich nur noch knapp 200 Kilometer von Paris entfernt sei. Unglaublich. Warum war ich da? Nun, meine Frau lief einen Mammutmarsch in Heidelberg, und somit nutzte ich die Gelegenheit, Sabrina nach ihrem Unzug aus dem Ruhrgebiet für ein weiteres Shooting zu treffen.


Model: Jessi

Nur wenige Tage später war ich wieder mit Jessi in einem Airbnb im Ruhrgebiet. Es war mittlerweile unser drittes Shooting, und dieses Mal wollten wir neben Akt auch in Richtung Pornart gehen. Selbstverständlich kann ich hier nicht alle Bilder zeigen. Nur soviel: es wurde ein sehr heißes Shooting…


SEPTEMBER

Model: Püppi

Der September begann bei Püppi. Sie und ihre Freundin erwarteten mich in ihrer kleinen Wohnung. Obwohl wir dort mehrere Locations ausprobierten, war das Schlafzimmer am besten. Das große Bett… der große Teddy… all das lud zum Shooting ein…


Model: Sandra

Sandra war beruflich für eine Woche in Köln. Was lag also näher, dieses Hotelzimmer für ein Shooting zu nutzen? Geplant, getan. Schon bei unserem ersten Shooting (Wild West Shooting) konnten wir viele Ideen umsetzen, so auch in diesem kleinen Hotelzimmer. Gebremst wurden wir erst durch die einsetzende Dämmerung. Bis dahin hatten wir aber wahnsinnigen Spaß. Viele Fotos und kleine Filmchen entstanden dabei, hier eine kleine Auswahl.

Vielleicht sollte ich über dieses Shooting einen seperaten Blog schreiben. Mal schauen…


NOVEMBER

Model: Anne

Zum Abschluss des Jahres ging es wieder nach Köln. Dort traf ich mich erneut mit Anne in einem sehr coolen Shootingspot. Hierüber habe ich schon berichtet, nachzulesen hier: Mit Anne im Theater


Und somit schließe ich meinen Jahresrückblick 2024. Aber nicht ohne mich bei meinen vielen Models zu bedanken:

Ihr habt 2024 zu einem unvergesslichen Shootingjahr gemacht. Ich bin gespannt, was das nächste Jahr bringt…

Jahresrückblick 2024 -Teil 1-

Und wieder geht ein Jahr zur Neige. Und wieder sitze ich mit einer Tasse Kaffee an meinem Wohnzimmertisch. Im Hintergrunde läuft leise Musik, draußen fallen einige Schneeflocken aus dem wolkenverhangenen Himmel. Mein Blick geht zurück in den Februar, denn dort hatte ich mein erstes Shooting…

FEBRUAR

Model: Jessis Photos

Das Jahr 2023 hörte mit Jessi auf, und uns war klar, dass wir unbedingt nochmal zusammen shooten müssen. Dass das schon im Februar so sein würde, hat uns dann aber doch überrascht.

Wir trafen uns in einem kleinen Airbnb in Hagen. Da es für uns das zweite Shooting war, waren wir beide lockerer als beim letzten Mal (was aber nicht bedeutete, dass ich nicht supernervös war… wie vor jedem Shooting).

Weitere Bilder und Hintergrundbericht in meinem Blog:

Aktshooting mit Jessi


MÄRZ

Model: Tanja

Im März ging es dann in den hohen Norden. Ich liebe diese Gegend dort. Normalerweise befindet sich mein Shooting-Radius innerhalb von NRW, doch es gibt Ausnahmen. Die eine hieß Hamburg, die andere Tanja.

Tanja ist mittlerweile eine gute Freundin geworden. Deshalb brauchte ich auch nicht lange überlegen, als sie mit ihrer Idee für ein weiteres Shooting in Hamburg an mich herantrat.

Die Location war schon klasse. Doch lest selbst: Tanja in Hamburg


APRIL

Models: Steffi Nupsy

Im April wurde es heiß. Nicht von den Temperaturen her, nein. Ich meine das Shooting. Ich hatte schon einige Pornart-Shootings hinter mir, doch dieses war noch mal eine Steigerung. Schließlich ging es hier um zwei Frauen, die nicht nur als Aktmodels vor meiner Kamera waren, sondern auch als Liebespaar. Ja, richtig gelesen. Und es war von vornherein geplant, dass es sehr intim zwischen den beiden werden würde.

Doch lest selber: Entfesselte Leidenschaft


MAI

Model: Sandra

Im Mai ging es in den Wilden Westen. Es war das erste Shooting mit Sandra, die aus dem hohen Norden in meiner Richtung kam. Eine gute Freundin von ihr hatte eine Ranch in der Nähe von Düsseldorf, das versprach eine coole Location zu werden.

Nur soviel: es entstanden Fotos, die eigentlich bei drei Shootings entstanden wären. Sandra und ich verstanden uns auf Anhieb, ungehemmt gingen wir an die „Arbeit“.

Auch darüber habe ich natürlich einen Blog geschrieben: Wild West Shooting


Damit geht der erste Teil meines Jahresrüblicks zu Ende. Freut euch schon auf die Fortsetzung. Liked, kommentiert und aboniert diesen Blog, um nichts zu verpassen. 🙂

Hotelshooting in Hamburg -Teil 2-

Nach einer kleinen Pause wollten wir nun im Bett weiter machen. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen haben sollte, hier ist er: Teil 1

Das Bett war wirklich ein Hingucker: groß, plüschig-kitschig mit einem Spiegel darüber.

Zuerst machten wir Aufnahmen mit und ohne Hemd, hin und wieder kam die Halskette zum Einsatz… wenn auch nicht unbedingt nur am Hals:

Und dann kamen diese mörder Lackstiefel dran. Es war schon ein Kampf, diese anzuziehen. Doch was macht Fotograf nicht alles für ein gutes Foto. 🙂

Diese roten Stiefel waren wirklich ein Mehrwert in diesem roten Bett. Es passte wirklich alles zusammen.

Selbst in Schwarzweiß:

Wir hatten unseren Spaß. Tanja hatte plötzlich die Idee, draußen im Flur zu shooten. Ich schaute sie an. Sie trug nichts als die Stiefel. Auch wenn Hamburg sehr offen ist, eine nackte Frau im Hotelflur… doch hey, warum nicht?

Ich spähte in den Flur. Entfernt waren Geräsche zu hören, sonst aber keiner zu sehen. Wir fingen damit an, dass Tanja an der geöffneten Tür steht, ich im Flur.

Der Sessel, der da im Flur stand, zog uns magisch an. Wie können wir den gut in Szene setzen? Unsere erste Idee war auf allen Vieren.

Plötzlich Stimmen, Geräusche von Schritten… kichernd rannten wir in unser Hotelzimmer zurück (mein Respekt, wie Tanja auf diesen Absätzen laufen konnte). Lachend lehnten wir uns an die Innenseite der Tür.

„Wurden wir gesehen?“, fragte ich atemlos. „Ja, ich glaube schon“, japste Tanja. Nun gut, dann hatte jemand einen schönen Anblick genießen dürfen. Es wurde wieder leiser im Flur, ich öffnete eine Spaltbreit die Tür, spähte hinaus. Niemand zu sehen. Da hatte ich die Idee mit der Zigarre. Ich positionierte den Sessel richtig hin, Tanja setzte sich breitbeinig drauf, Zigarre in der Hand.

Die Stunden im Hotel sind wie im Fluge vergangen. Glücklich und zufrieden packten wir wieder unsere Taschen zusammen. Schnell noch ein Abschlußfoto. Doch wo? Natürlich im Bett mit dem Spiegel.

Ein unvergessliches Shooting ging zu Ende. Wie kleine Kinder hatten wir Spaß und das Gefühl, manchmal was Verbotenes zu machen.

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen, als wir in mein Auto stiegen. Auf den Weg zu ihr nach Hause, zeigte mir Tanja noch einige Sehenswürdigkeiten von Hamburg.

Ich bin mir sicher, Hamburg sieht mich wieder…

Hotelshooting in Hamburg -Teil 1-

Es war ein heißer Sommertag im August 2022. Ich fuhr nach Hamburg, denn dort war ein Fotoshooting mit Tanja geplant. Und wie immer war ich sehr aufgeregt. Ich kann es einfach nicht ändern. All die Jahre, so viele Models, es hilft nichts. Wie immer habe ich den Abend zuvor eine Schlaftablette genommen. So war ich gut ausgeschlafen, als es am nächsten Morgen mit dem Auto Richtung Norden ging. In Cloppenburg machte ich eine kleine Pause, gönnte mir einen Kaffee und meinem Auto einige Kilowatt Strom.

Voller Energie kam ich am gebuchten Hotel an. Die Straße, in der das Hotel lag, war alles andere als vertrauenerweckend. Müll stapelte sich überall, Billigläden reihten sich aneinander. Das Hotel selber wirkte zwischen zwei Gebäuden eingezwängt, direkt davor ein Parkplatz.

Langsam stieg ich aus, schaute mich um. Sofort wurde ich von einer Frau angesprochen. Was genau sie wollte, konnte ich nicht verstehen. Ich wechselte mit ihr einige Worte, dann verschwand sie.

Ich rüttelte an der Eingangstür, verschlossen. Ich entdeckte eine Klingel, drückte drauf und wartete. Ein Summen verriet, dass ich sie nun aufdrücken konnte. Ich betrat einen dunklen Flur…

Es ging eine Treppe hinauf. Überall Teppich und Plüsch. Rot war so die Grundfarbe. Früher war dies ein Bordell, was unübersehbar ist. In der ersten Etage angekommen, steuerte ich die Rezeption an. Dahinter stand eine Frau älteren Jahrgangs, Tattoos auf den Armen, blonde Kurzhaarfrisur. Wir quatschen, ich erzählte ihr, dass ich ein Zimmer hier gebucht hätte, alles klar soweit. Sie zeigte mir ein Zimmer, das mir allerdings so gar nicht gefiel. Es war in Braun gehalten, wirkte spießig. Ich zeigte ihr die Bilder aus dem Internet, wie schon erwähnt, rot und plüschig.

Nach einigen hin und her konnte sie mir dann doch das gewünschte Zimmer anbieten, jedoch muss es noch gereinigt werden. Ich war damit einverstanden, plauderte, dass gleich eine Freundin käme, und wir dort Fotos machen wollten. Autsch… keine gute Idee. Denn Fotoshootings auf den Zimmern kosten einen Aufpreis. In der Summe wäre das wirklich teuer geworden. Inzwischen erschien Tanja in einem luftigen Sommerkleid, wir begrüßten uns herzlich. Ich erzählte ihr von dem Dilemma, überlegten laut, ein anderes Hotel aufzusuchen. Die Rezeptionistin beruhigte uns, rief ihren Chef an, und nach wenigen Minuten konnte sie uns einen fairen Preis machen. Das war okay, wir stimmten zu.

Da wir jetzt noch etwas Zeit hatten (das Zimmer musste gereinigt werden), gingen wir noch zum Bahnhof, um zu frühstücken.

Kaffee, Brötchen, Lachen und Quatschen. Ich geniese diese Augenblicke. Irgendwo in der Fremde, in Erwartung eines tollen Shootings den Menschen gegenüber näher kennenzulernen. Aber Tanja war ja nicht fremd. Es war zwar erst das zweite Shooting mit ihr, trotzdem war es, als ob wir uns schon seit Jahren kennen würden. Dann kann auch schon Mal der Satz: „… ich habe keinen Slip an!“ im Gespräch fallen, und das mitten im Cafe. Ich verschluckte mich fast an meinem Kaffee, war kurz sprachlos, Tanja lachte laut los. Erklärung: für Aktaufnahmen sollte man/frau einige Zeit vorher keine zu enge Unterwäsche tragen, damit keine Abdrücke auf der Haut entstehen.

Nach dem Frühstück gingen wir zurück ins Hotel, das Zimmer war fertig. Wir fühlten uns in diesem Zimmer sofort wohl. Es war so übertrieben plüschig und kitschig… einfach toll! Natürlich durfte der Deckenspiegel über dem Bett nicht fehlen.

Beginnen wollten wir mit dem roten Canape, auf Deutsch: Sofa. Wir hatten schon einige Sachen mitgebracht:

Wir entschieden uns für die Zigarre und die Halskette. Dazu noch ein weißes Hemd als Kontrast zum roten Sofa. Das musste reichen. Ich verschob noch etwas die Möbel um Platz zu haben. Ich positionierte mich etwas oberhalb von ihr, um ihren ganzen Körper auf dem Bild zu haben:

Dann kam die Zigarre dran. Dazu stellte ich mich direkt hinter ihrem Kopf, damit diese besser zur Geltung kam, und ihr Körper in die Unschärfe verlief. Das Schwierigste hier war, nicht zu lachen…

Nach einer kleinen Pause…

… wollten wir dann im Bett weitermachen.

Doch davon im 2. Teil.