„Wenn du diese Musik anlässt, bin ich sofort weg!“ Werner schaute mich an und erkannte, dass es mir ernst war. Schnell schaltete er den Schlagersender aus. Schlager… geht ja gar nicht. Wir einigten uns lachend auf ein Oldiesender und fingen an, unsere Taschen in den hinteren Teil der Küche auszupacken. Erst vor wenigen Minuten trafen wir uns vor dem Ruhrpottstudio, drin machten wir erstmal einen kleinen Rundgang. Ich war das erste Mal hier, und es gefiel mir auf Anhieb. Gerade die Dusche erweckte mein Interesse. Doch dazu später mehr im 2. Teil. Meine Anspannung fiel zusehends ab (viele wissen, dass ich vor jedem Shooting immer wahnsinnig nervös bin).



Erstmal hieß es Kaffee trinken und das Shooting planen, wer mit wem wann und wo shootet.


Als erstes wollte ich mit Sandra in dem hinteren Teil des Studios shooten. Der Raum war sehr liebevoll und romantisch eingerichtet. Rechts stand ein altes Sofa, vor Kopf ein Schreibtisch, verschiedene Möbelstücke und viele Pflanzen. Alles machte einen sehr mediterranen Eindruck. Ein großer Spiegel rundete alles ab. Das Licht fiel durch ein großes Fenster, so dass ich nicht auf künstliches Licht angewiesen war (ich arbeite überwiegend mit natürlichen Licht).
Nach dem Schminken ging es los. Erst mal warm werden, einige Posen ausprobieren.



Langsam entwickelte sich ein Flow. Sandra und ich fotografieren schon das dritte Mal mitteinander, so dass wir unsere Ideen schnell ohne viele Worte umsetzen konnten.



Danach ging es mit Jacky weiter. Uns hatte es der Schreibtisch und das alte Sofa angetan.



Das Licht war hervorragend, so dass ich meine kleine Blitzanlage wiedermal unausgepackt in der Ecke liegen ließ.


Jetzt war eine kleine Pause angesagt.

Ich liebe Film-Noir. Die alten SW-Gangsterfilme mit kaputten Typen mit einem Whiskyglas in der Hand in einer Bar, umgeben von Zigarettenqualm, verführerischen Femme Fatal und Klaviermusik (siehe Humphfrey Bogart und Ingrid Bergman in „Casablanca“). Und hier im Studio befand sich ebenfalls so eine Ecke, die durch ihre Bar und Jalousien diese Atmosphäre vermittelte.
Nun war Nicole bei mir an der Reihe. Sie hatte ein rotes Kleid dabei. Natürlich sollten die Bilder passend zu Film-Noir in Schwarzweiß sein, doch hier knallten die Farben so richtig.

Ich war voll in meinem Element. Habe ich etwas Neues für mich entdeckt? Sonst waren es ja nackte Frauen in Lostplaces (was ich immer noch gerne mache). Aber solche Szenen haben mich jetzt so richtig angefixt. Vielleicht werde ich mich in Zukunft darauf stärker konzentrieren.

Wir machten weiter:


Zu einer Bar-Szene gehören auch mal zwei Personen: der Barkeeper und sein Gast. Also musste Sandra nochmal herhalten.

Natürlich musste das Outfit passen. Zuerst hatte Sandra noch eine Kleinigkeit an. Doch wir entschieden schnell, dass es spannender sei, wenn beide nackt sind. Hier half Jacky Sandra noch, dass alles gut sitzt, was dann später nicht mehr vonnöten war.
Und so entstanden dann die nächsten Bilder:



(Fortsetzung folgt…)
Mitwirkende:
Models:
Jacky (Instagram) Nicole (Instagram) Sandra (Instagram)
Fotografen:
Werner (Instagram) Christian (Instagram)
Studio:
Wenn Du mir helfen möchtest, dass ich unterwegs zu einem Shooting nicht an Koffeinmangel leide, ist mir jeder Euro sehr willkommen. Ich sehe das auch als kleine Honorierung meiner „Arbeit“. Einfach auf die Kaffeetasse klicken.
Vielen Dank!

3 Gedanken zu „Drei Models, zwei Fotografen, ein Studio -Teil 1-“