Fotoshooting mit Tanja in Hamburg

Es war noch dunkel draußen, die Sonne mühte sich, hinter dem wolkenverhangenen Horizont emporzukriechen. Ich saß in einem schottischen Restaurant nahe der Autobahn gen Norden und gönnte mir einen Kaffee und meinem kleinen Auto eine Portion Strom.

Frisch gestärkt ging es dann wieder auf die Straße nach Hamburg. Beim dritten Versuch klappte es endlich mit dem Treffen. Zweimal mussten wir es krankheitsbedingt ausfallen lassen.

Pünktlich holte ich Tanja von Zuhause ab, dann fuhren wir durch den noch frühen Morgen zum gemieteten Studio. Dieses befand sich in einem alten Haus, zum Eingang ging es durch eine kleine Gasse, die an sich schon sehr filmreif wirkte.

Unser gemietetes Studio sah sehr alt aus, was es letztendlich auch war. Der Besitzer erklärte uns, dass es die Wohnung eines Apothekers von vor über hundert Jahren war. Er konnte sich diese leisten, weil er der exklusive Verkäufer eines Elixiers war, das ein befreundeter Arzt entwickelt hatte (das die Kurzfassung).

Heute wird diese Wohnung als Fotostudio vermietet.

Wir nahmen die hintere Ecke für unser Equipment in Beschlag, dann ging es vor den großen Spiegel. Dieser hing über einen Kamin, und lenkte wirklich die Blicke auf sich. Umrahmt wurde dieser von Lampen, was eine gewisse Atmosphäre ausstrahlte. Wir kamen uns vor, als wären wir in einem Varieté in Paris.

Als Fotograf muss man manchmal am Model auch Hand anlegen. Beim letzten Shooting half ich ihr in sehr enge, kniehohe Lederstiefel. Diesmal waren es „nur“ kleine Schuhe…

Auch dieses Mal hatte ich meine Lichtblitze mitgenommen, da ich nicht wusste, wie dunkel der Raum ist. Ja, er war recht dunkel. Allerdings mag ich es einfach nicht zu blitzen. Also wurde die ISO hochgeschraubt, Blende auf und los.

Auf der einen Seite befanden sich große Fenster, die eigentlich genügend Licht hineinließen.

Allerdings befand sich dort auch ein größeres Gebäude, in dem sich verdächtig oft die Vorhänge bewegten; offensichtlich hatten wir heimliche Zuschauer. Egal…

Dieses Licht musste ich natürlich ausnutzen. Also ging Tanja an einem Ende des Tisches, ich auf die andere. Es entstanden viele, wie ich finde, sehr gefühlvolle Bilder.

Jetzt wollten wir endlich die von Tanja gekauften Fächer ins rechte Licht rücken.

Es enstanden Bilder vor dem Fenster, aber auch auf dem großen Tisch, der in der Mitte des Raumes stand.

In der Zwischenzeit kam Tanjas Freund vorbei und versorgte uns mit lebenswichtigen Kaffee. Dies ist wirklich nicht zu unterschätzen. So ein Kaffee während oder nach einem Shooting ist eine so große Hilfe, weshalb ich für jede noch so kleine Spende sehr dankbar bin. Doch davon gleich mehr.

Nach knapp drei Stunden waren wir dann mit dem Shooting fertig. Wir packten alles zusammen, sprachen nochmal mit dem Besitzer des Studios. Wir können dieses wirklich sehr empfehlen! Wenn ihr als mal in Hamburg shooten wollt, hier der Link:

Die Fotomanufaktur

Nach dem Shooting gingen Tanja und ich noch in ein Café, unterhielten uns über dies und das, genossen bei Kaffee und Kuchen die Zeit zusammen.

Da so ein Shooting, je nach Aufwand, viel Geld kosten kann, sind uns Spenden als Honorierung unserer Arbeiten sehr willkommen. Wenn Du also auch dazu beitragen willst, dass wir zukünftig einen Kaffee trinken können, nutze den folgen Link:

Model Tanja auf Instagram: Lumiere

Aktshooting mit Jessi

Es war Ende Februar diesen Jahres, mein erstes Fotoshooting lag an. Wie der Zufall es will, begann ich dieses Jahr mit Jessi, mit der ich auch das letzte Jahr beendet hatte. Über Airbnb haben wir uns eine Wohnung in Hagen ausgesucht. Nervös, wie ich vor jedem Shooting bin, war ich natürlich viel zu früh da.

Ich ging hinein, und schaute mich erstmal um. Das ging schnell, bestand die Wohnung doch nur aus einem Zimmer und Bad.

Aber es war alles da, was für ein Shooting benötigt wurde. Das Licht konnte ich mit den Vorhängen auf der linken Seite recht gut steuern, mag ich doch keine Blitze.

Dann war es soweit, Jessi war da, und wir machten es uns in der Wohnung gemütlich. Wir entschieden, zuerst in der Ecke mit dem Sessel zu beginnen. Sie suchte sich dafür ein rafiniertes Teil mit vielen Schnüren aus.

Wenn ich die ersten Bilder im Kasten habe, werde ich erfahrungsgemäß ruhiger. Wir probierten verschiedene Positionen aus, ich kam so langsam mit dem Licht klar.

Nächste Location war das Bett. Doch Jessi wechselte vorher noch ihr Outfit.

Beim Bett war es etwas dunkler, so dass ich ständig an den Vorhängen zog, um das Licht richtig zu positionieren.

Zufieden schauten wir uns an. Ja, wir brauchten eine kleine Pause und einen Kaffee. Sie zog sich nur noch schnell um (irgend so ein Netzoberteil), und ging dann zur Kaffeemaschine. Als ich sie da so stehen sah, musste ich meine Tasse wegstellen und meine Kamera schnappen. Als Fotograf kann ich einfach nicht abschalten, sehe überall Motive.

Der Kaffee trieb uns zu immer kreativeren Ideen.

Neben der Eingangstür befand sich neben dem Spiegel auch eine Garderobe. Das Licht war dort sehr weich, eine wunderbare Location.

Jessi entschied sich für Strümpfe, lange Handschuhe, eine Kette und ein Haarband.

Das Licht dort war einfach nur klasse…

Die Zeit verflog. Nun mussten wir uns etwas beeilen, schließlichen hatten wir das Zimmer nur für drei Stunden. Zum Schluß wollten wir noch etwas in Richtung Pornart gehen. Natürlich können diese Bilder hier nicht gezeigt werden, hier aber eine kleine harmlose Auswahl:

Nach drei Stunden standen wir wieder auf dem Parkplatz und verabschiedeten uns. Wir waren uns sicher, nicht das letzte Mal zusammen geshootet zu haben…

Model auf Instagram: Jessis Photos

Fotograf auf Instagram: Baltrusch-Photo


Jetzt noch ein paar Worte in eigener Sache:

Neben der vielen Zeit kostet so ein Shooting auch Geld. Da ist ein Zimmer oder Studio zu mieten, die Fahrtkosten sind auch nicht wenig. Und dann erst der Kaffee unterwegs…

Ich möchte aber weiterhin TfP machen, schließlich haben die Models auch Kosten, auch wenn wir sie uns teilen. Sowas wie „OnlyFans“ oder „Patrion“ ist nicht mein Fall. Deshalb habe ich eine Seite gemacht, wo man mir einen Kaffee ausgeben kann. Ich bin für jede kleine Spende dankbar, damit ich dieses Hobby weiterhin betreiben und Bilder für euch präsentieren kann.

Wenn Du also meine Arbeit honorieren möchtest, klicke einfach auf diesen Link. Ich bedanke mich jetzt schon, auch im Namen meiner Models.

Buy Baltrusch-Photo a Coffee.